von dem regen Treiben in den Gassen überrascht wurden.
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Die vielen Cafes in der Altstadt waren sehr gut besucht,
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hauptsächlich von einheimischen Jugendlichen. Daher
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fanden wir hier kein Lokal, das uns zusagte und in dem
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noch ein Tisch frei war. So landeten wir schließlich am
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Hafen. Dort gab es eine Taverne, die sich auf einer Mole
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zwischen zwei kleineren Hafenbecken befand, in denen
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die Fischerboote von Heraklion lagen. Diese Taverne war
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im Gegensatz zu jenen in der Altstadt nur wenig besucht.
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Wir konnten uns also unter vielen freien Tischen einen
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aussuchen, der uns einen Blick auf den sehenswerten
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Hafens bot. Die Venezianische Festung vor uns war das
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imposanteste Monument. Wieder hatte ich es geschafft,
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mich vor einer fantastischen Kulisse einzufinden, dazu
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drei liebenswerte Frauen an meiner Seite zu wissen, aber
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im Kopf spürte ich das absolute Chaos. Meinen drei
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Begleiterinnen schien es auch nicht viel besser zu gehen
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als mir; es lag irgendwie eine gedrückte Stimmung über
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der kleinen Runde. Keiner traute sich, über die Dinge zu
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sprechen, die ihn an diesem Abend bewegten. So traten
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wir schließlich schweigend den Gang zurück ins Hotel, in
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dem wir noch eine Nacht verbringen sollten, an.
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Ich lag nun noch lange wach und grübelte über die
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Geschehnisse der vergangenen Woche nach. Immer
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wieder führte ich mir die verschiedenen Situationen vor
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46Augen und versuchte mir darauf einen Reim zu machen.
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Irgendwann führten mich meine Gedanken mehrere Jahre
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zurück zu Ereignissen, die sich auf einer anderen Insel
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des Mittelmeeres zugetragen hatten. Plötzlich erinnerte
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ich mich an ein besonderes Kleidungsstück, das ich vor
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einigen Jahren gesehen hatte und das ich glaubte, in
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dieser Woche wiedererkannt zu haben. Es waren ein Paar
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geblümte Damenshorts, die eher das Aussehen von
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Nachwäsche hatten und mir daher besonders aufgefallen
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waren. Dazu kam die etwas üppige Konfektionsgröße, die
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die Auffälligkeit des Kleidungsstücks noch verstärkte.
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Am nächsten Morgen ergab es sich, dass die Runde vom
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Vorabend sich wieder an einem Tisch zusammen fand.
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Das Pärchen, das mit uns zu Abend gegessen hatte, war
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ebenfalls zugegen und frühstückte zur selben Zeit am
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Nebentisch. Kurz zuvor hatte ich versucht, telefonisch
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mit Silke ein Gespräch über die verfahrene Situation zu
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führen, was aber nicht zum Erfolg geführt hatte. Meine
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nächtlichen Überlegungen und dazu mein Gefühl der
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Ausweglosigkeit wurden mir in dieser Runde, die stumm
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ihre Brötchen aß und ihren Kaffee trank, unerträglich. Ich
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begann plötzlich, mich über die ungerechte Behandlung
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seitens der drei Damen an meinem Tisch zu beschweren.
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Ich attackierte Silke mit der Frage, was sie wohl über die
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Geschehnisse, die sich mehrere Jahre zuvor auf Mallorca
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